Ausbildung
"Den Seenotfall erleben und trainieren, ohne in Gefahr zu geraten." Das ist das Motto der World Sailing lizenzierten Sea Survival Trainings im Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine in Neustadt/Holstein. Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung stehen praktische Übungen, ohne dass die Theorie zu kurz kommt. Die Ausbilder sind aktive oder ehemalige Angehörige der Marine und der DGzRS. Den Seenotfall wirklichkeitsnah, aber gefahrlos mit Ihnen zu trainieren, ist das Ziel der Profis unseres Neustädter Ausbildungsteams. Auf dem Programm stehen am ersten Tag die Leckbekämpfung sowie eine Einführung in Brandentstehung und -verhütung. Sie üben das Löschen von Bränden. Am zweiten Tag geht es um Rettungswesten und Rettungsinseln. In der Halle wird mit ihnen im Seegang trainiert. Das Material wird gestellt, aber jeder Teilnehmer sollte auch die Chanc nutzen, sich mit den eigenen Rettungswesten praktisch vertraut zu machen. In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns auch mit dem schwierigen Thema, einen über Bord gegangenen Menschen zu bergen. Schließlich veranstalten Sie ein noch ein "Feuerwerk" mit pyrotechnischen Signalmitteln und lernen andere Notsignale und Kommunikationsmittel kennen.
Wenn auf See etwas passiert, gehört die Kommunikation mit Helfern zu den vordringlichsten Dingen. Das ist den meisten Bootsbesatzungen auch klar, aber trotzdem gerät im Stress einer Notfallsituation immer wieder soviel durcheinander, dass Hilfeleistungen, die schnell möglich wären, viel zu spät eingeleitet werden. - Was kann man auf einer Yacht tun, um im Ernstfall die nötige Unterstützung zu erhalten, welche Hilfsmittel sind an Bord sinnvoll, welche Informationen brauchen die Seenotretter und mit welchen Verfahren laufen Suche und Rettung ab. Unsere Trainerin Juliana Engelke war Einsatzleiterin und Ausbilderin der DGzRS und vermittelt ihr Wissen heute auch an Wassersportler.
Der Intensivkurs mit praktischen Übungen zum Umgang mit Verletzungen und Erkrankungen an Bord ist zweitägig und dauert circa 16 Stunden. Wir setzen stets mehrere Referenten ein, dadurch ist gesichert, dass alle Themengebiete fachlich gut abgedeckt sind und bei den Übungen eine intensive Betreuung der Teilnehmer stattfindet. Das Programm geht von den besonderen Anforderungen auf See aus, es unterscheidet sich deshalb deutlich von einem Erste-Hilfe-Kurs der Hilfsorganisationen, baut aber darauf auf. Den Lehrgängen kommt zu Gute, dass alle Referenten erfahrene Seesegler sind. Die Themengebiete der beiden Tage: Tag 1: Wiederbelebungsmaßnahmen einschließlich Atemwegssicherung und Verwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED); Gefäßverschlüsse: Herzinfarkte, Schlaganfälle; andere Internistische Akutsituationen: Allergien, Stoffwechselkrisen, Infektionen; "Mann über Bord": Die Gefahr des Ertrinkens, Unterkühlung und "Rewarming"; Probleme in Zähnen und Kiefer; Gefährdungen durch marine Lebewesen; Notruf- und Beratungsverfahren (TMAS, MEDICO-Gespräch) Tag 2: Die Sicherheitseinweisung; Check-up von Verletzten / mSTaRT; Schädelverletzungen; Verletzungen von Brustkorb, Wirbelsäule, Becken; Verletzungen der Extremitäten; Knochenbruch / Gelenkverletzungen; Verbrennung / Verbrühung; Umgang mit Schmerzmitteln; Möglichkeiten der Kreislaufstabilisierung; Bordapotheke und ergänzende Ausrüstung.
Der für den 20. bis zum 22. Februar 2026 angekündigte Kurs zu den Grundlagen der astronomischen Navigation muß leider verschoben werden. Die Einführung mit einer gelungenen Mischung aus Theorie, Gerätekunde und praktischen Übungen wird von Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Ramke später durchgeführt werden. Alle Vormerkungen und Anmeldungen bleiben gültig. Für die Veranstaltung, bei der den Teilnehmern nahegebracht wird, wie auf See fernab von Land die Position bestimmt werden kann, wenn die Elektronik "spinnt" oder wenn man ausprobieren möchte, wie Nautiker bis weit ins 20. Jahrhundert ihre Schiffe führten, gibt es noch einige Restplätze.
Palstek, Kreuzknoten und Webleinenstek kriegt fast jeder hin. Wir üben ein paar weniger bekannte Knoten und lernen ihre Anwendung kennen. Auch vor Spleißen muss keiner zurückschrecken, Taklinge können sogar ohne zu nähen hergestellt werden und Plattinge sind nicht nur dekoratives Fancywork, sondern vor allem nützlich.Was mit Leinen machen? Knoten, die keiner kennt und niemand braucht.
An einem Wochenende vermitteln wir in mehreren thematischen Blöcken einen Einblick in die vielfältigen Einflüsse von Ebbe und Flut. Das Wattenmeer, die englische Südküste, die Kanalinseln oder die Bretagne, Flüsse wie Elbe und Weser - jedes dieser Reviere wartet mit eigenen Tidenerscheinungen auf. Sie erwerben während zweier Tage das Wissen, um entspannt mit größerem Vergnügen im Gezeitenstrom unterwegs zu sein. Selbst Seegebiete mit extremen Gezeiten wie die Kanalinseln sind gut zu besegeln, wenn man weiß, worauf zu achten ist. Wir führen die Teilnehmer in das Segeln in unterschiedlichen Tidenrevieren ein und machen sie mit deren jeweiligen Anforderungen bekannt. Sie lernen, die spezifischen Risiken bestimmter Reviere zu beurteilen. Manche der in Tidengewässern anzutreffenden Bedingungen scheinen auf den ersten Blick zufällig zu sein. Wir werden einen zweiten Blick auf sie werfen, um Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Wir möchten, dass Sie am Schluss des Seminars unterscheiden können, wo man sich in Tidenrevieren wann mit einer Yacht getrost aufhalten kann und an welchen Orten sich eine Yacht zu bestimmten Zeiten besser nicht befindet. Wir werden uns jedoch nicht nur mit Risiken und ihrer Vermeidung befassen, sondern ebenso intensiv mit Möglichkeiten, dank der geschickten Nutzung der Tiden schnelle Reisen zu unternehmen oder bleibende Natureindrücke auf den Sänden des Wattenmeers zu erleben. Für die einen als Auffrischung, für die anderen als neues Wissen, lösen wir schließlich auch noch mit verschiedenen Verfahren zeichnerisch und rechnerisch Gezeitenaufgaben wie zum Beispiel "Höhe der Gezeit zu einem bestimmten Zeitpunkt", "Passieren einer Barre" oder "Freikommen nach Auflaufen". Als technische Voraussetzungen benötigen die Teilnehmer einen PC oder Laptop mit Kamera und Mikrofon sowie einen Internetzugang.
In diesem eintägigen Praxisseminar geht es in Theorie und Praxis um den Teil des Bootes, der maßgeblich für den Vortrieb verantwortlich ist, wenn z.B. bei Segelyachten der "Fremdantrieb", der Wind nicht da ist: den Bootsmotor.