Kreuzer Yacht Club Deutschland e.V.






"Sicher an Bord ..."






Die KYCD-Broschüre "Sicher an Bord ..."
-- 4. überarbeitete Fassung, März 2009 --

In neun Kapiteln werden umfangreiche Informationen
zum Thema „Sicher an Bord“ abgehandelt, wie z.B.
Darstellung der Rettungsmittel, Pyrotechnische Signal-
mittel, Elektronische Signalmittel, Feuerlöscher und
Brandschutz, Leckverhütung, Manövertipps und Medizi-
nische Informationen - dazu Checklisten, Adressen und
Literaturhinweise.

Diese Dokumentation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist auch nicht
als "Lehrbuch" zu verstehen. Sie soll dem Skipper aber als Anhaltspunkt dienen, um
über eine Vielzahl von sicherheitsrelevanten Punkten nachzudenken und sich seine
eigene Philosophie zum Thema "Sicher an Bord ..." zu erarbeiten.

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Kapitänleutnant a.D. Otto Stoehr, Leiter des Sicherheitsseminars im Ausbildungszentrum
Schiffssicherung der Marine in Neustadt/Holstein schreibt zur Broschüre "Sicher an Bord ..."

""Sicherheit auf dem Wasser nicht nur mit Worten beschwören sondern auch praktizieren.
Unter diesem Motto veröffentlicht der Kreuzer Yacht Club diese Broschüre.

In den Berichten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung liest man immer wieder Aus-
sagen wie: "Rettungswesten tragen wir nur, wenn Kinder an Bord sind"!
Ergebnis: ein toter Skipper!
Oder "mangelhafte Vorbereitung und Kenntnisse der Besatzung für das Seegebiet"!
Ergebnis: Totalverlust der Yacht mit 2 Toten!
Um nur zwei von vielen tragischen Fällen aufzugreifen.

Mit dem Erwerb des Sportbootführerschein See oder dem entsprechenden Segelpatenten ist
eine sichere Teilnahme am Seeverkehr noch nicht gewährleistet; es fehlt im Allgemeinen
die Praxis, oder besser gesagt die SEEMANNSCHAFT. Aus diesem Grund ist es zwingend
erforderlich, einen Segelurlaub - ob nur ein Wochenende oder über mehre Monate - optimal
vorzubereiten. Nicht nur in dem Bereich Seekarten, Verpflegung und Bordelektronik, sondern
auch im Bereich Sicherheit in "Hardware" und "Software". Das beißt aber auch, die Crew mit
zwei Personen oder mehr, muss diese Sicherheit praktizieren, also zum Beispiel intakte
Rettungswesten tragen. Und auch einmal diskutieren, wie löschen WIR ein Feuer. Oder aber
auch "Mann über Bord"-Manöver sogar unter widrigen Umständen regelmäßig üben - mit
wechselnden Personen am Ruder.

Vom unerwarteten Wassereinbruch bis hin zum Evakuieren der Yacht gibt es viele Bereiche,
die in der "Scheinausbildung" wenig oder nicht angesprochen worden sind. Aber nur die
gemeinsame Praxis schafft die nötige Sicherheit und Kompetenz, um in der Notsituation
hoffentlich ruhig und richtig zu reagieren. Für die "Sicherheit an Bord" muss vor Törnbeginn
die ideelle und materielle Grundlage geschaffen werden - nach dem Ablegen ist es zu spät!

Die aus eigenem Antrieb durchgeführte Vorbereitung auf Notsituationen wird einer zusätz-
lichen staatlichen Regulierung Einhalt gebieten.

Ich wünsche allen Lesern, dass Sie nie die Ratschläge dieser Broschüre in die Praxis um-
setzen müssen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Ihr Otto Stoehr
Kapitänleutnant a.D.
Leiter des Sicherheitsseminars""


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