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Kreuzer Yacht Club Deutschland e.V. |
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Führerscheinreform |
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Lesen Sie hier die aktuellen Informationen zum Stand der Dinge bei der
vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(BMVBS) geplanten Führerscheinreform. |
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1/2011 |
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Der modulare Sportbootführerschein - Einigung mit dem Verkehrsministerium |
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Anfang Januar einigten sich die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(BMVBS) eingesetzte Arbeitsgruppe mit dem KYCD, dem ADAC sowie BVWW und VDC
darauf, dass die theoretischen Prüfungen für SBF See und Binnen künftig modular aufgebaut
sein werden. Dieses modulare Konzept wird deutlich praxisorientierter ausgelegt sein.
Die wichtigste Verbesserung gegenüber heute ist die Einführung eines Basismoduls, das etwa
80 Fragen zum Grundlagenwissen für die Sportbootführerscheine (SBF) See und Binnen um-
fasst. Mit ihm wird gewährleistet, dass einmal nachgewiesenes Wissen kein zweites Mal ge-
prüft wird.
Für die Prüfungen zum SBF Binnen/Motor, Binnen/Segel oder See werden beim neuen Konzept
drei frei wählbare Zusatzmodule eingeführt: Das "Seemodul" mit cirka 220 Fragen, ein "Binnen-
modul - allgemeiner Teil" mit 220 Fragen sowie ein "Binnenmodul - besonderer Teil Segeln" mit
rund 50 Fragen. Dadurch spart sich der Prüfling jetzt rund 80 Fragen, wenn er gleichzeitig die
Sportbootführerscheine Binnen/Motor und See absolvieren möchte.
Prüfungen für Bewerber, die bereits einen Befähigungsnachweis besitzen (See oder Binnen)
und den jeweils anderen Führerschein anstreben, beschränken sich auf die entsprechenden
zusätzlichen "spezifischen" Module. Angehende Skipper können von einer zeitnahen Fertig-
stellung der neuen Fragenkataloge See und Binnen in Multiple-Choice-Form ausgehen, eine
Umsetzung wird aber wohl nicht vor 2012 erfolgen.
Im Ergebnis wird dann der Prüfungsaufwand gemessen an der Anzahl der Fragen deutlich
reduziert. Die Entscheidung für modular aufgebaute Sportbootführerscheine ist ein Schritt in
die richtige Richtung, denn dadurch ist der Weg frei, auch die höherwertigen Führerscheine
zeitgemäß zu überarbeiten. Besonders der Sportseeschiffer- und der Sporthochseeschiffer-
schein finden in ihrer gegenwärtigen Form nur noch eine geringe Resonanz.
Die jetzt vereinbarte Stärkung des praktischen Prüfungsteils bietet zudem einen Ausgangs-
punkt für die vom KYCD weiterhin für erforderlich gehaltene Erhöhung der Ausbildungs- und
Prüfungsqualität. |
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7/2010 |
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Verbände legen modulares Führerscheinkonzept vor |
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Der Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums (BMVBS) zur Überarbeitung der Fragenkata-
loge für die Amtlichen Sportbootführerscheine Binnen und See wird vom ADAC, Bundesverband
Wassersportwirtschaft, Kreuzer Yacht Club Deutschland und von der Vereinigung Deutscher
Yacht-Charterunternehmen als unzureichend bewertet.
Die Verbände haben dem BMVBS nun ein eigenes, modulares Führerscheinkonzept vorgelegt.
Die Besonderheit: einmal überprüftes Wissen wird bei weiteren Führerscheinprüfungen aner-
kannt. Im Ergebnis wird der Prüfungsaufwand gemessen an der Anzahl der Prüfungsfragen
deutlich reduziert. Das BMVBS hat eine ergebnisoffene Prüfung zugesagt.
Die bisherigen Fragenkataloge zu den SBF Binnen und See enthalten eine große Anzahl
gleicher oder ähnlicher Fragen. Wer beide Führerscheine anstrebt, muss also bereits über-
prüftes Wissen erneut unter Beweis stellen. Dies bläht den Prüfungsumfang unnötig auf aktuell
über 800 Prüfungsfragen auf. Moderne Ausbildungskonzepte hingegen sind modular aufgebaut.
Zusatzqualifizierungen führen zu den erwünschten Abschlüssen.
Ein solches Konzept führt zu einer effizienteren Ausbildung, fördert die Durchlässigkeit zu
höherwertigen Führerscheinen und erhöht die Akzeptanz bei den Nutzern. Nach dem Vorschlag
der Verbände sollen gleiche oder ähnliche Fragen aus den Bereichen Binnen und See sowie
sinnvolles Allgemeinwissen in einer Basisprüfung (203 Fragen) zusammengeführt werden.
Zusatzmodule führen zu den Abschlüssen SBF Binnen/Motor (80 Fragen), SBF Binnen/Segel
(46 Fragen) und SBF See (127 Fragen).
Der Prüfungsumfang für Prüflinge, die SBF Binnen/Motor und See absolvieren wollen beträgt
also insgesamt 410 Fragen statt 542 nach dem Vorschlag des BMVBS. Den Prüfungsumfang
für die jeweiligen Führerscheine verdeutlicht die nachfolgende Tabelle. |
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Führerscheine |
Basisprüfung |
Zusatzmodul
Binnen/Motor |
Zusatzmodul
Binnen/Segel |
Zusatzmodul
See |
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203 Fragen |
80 Fragen |
46 Fragen |
127 Fragen |
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SBF
Binnen/Motor |
X |
X |
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SBF
Binnen/Segel |
X |
X |
X |
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SBF
See |
X |
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X |
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Diese deutliche Reduzierung ergibt sich aus der beschriebenen Zusammenlegung von Fragen
beider Prüfungsbereiche, weiteren Kürzungen und der Verlagerung von Inhalten aus der theo-
retischen in die praktische Prüfung. Die Stärkung der praktischen Prüfung hatte der Bundestag
ausdrücklich gefordert, als er mit seinem Beschluss den Anstoß zum Abbau bürokratischer
Hemmnisse in Wassersport und -tourismus gab.
Die Verbände sind davon überzeugt, dass dieses zukunftsweisende Konzept den Einstieg in
den Wassersport erleichtert und die positive Entwicklung des Wassertourismus fördert, ohne
das aus Sicherheitsgründen notwendige hohe Ausbildungsniveau infrage zu stellen.
Nach dem Wunsch der Verbände soll dieses Konzept zukünftig auch zu einer Revision der
Fragenkataloge zu den höherwertigen Führerscheinen führen. Davon würde beispielsweise der
Sportküstenschifferschein (2009: 4.656 Absolventen) erheblich profitieren.
Kontakt:
ADAC-Sportschifffahrt, Ansprechpartner: Dr. Steffen Häbich,
Tel.: +49 89 76762612, E-Mail: steffen.haebich@adac.de
Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V., Ansprechpartner: Jürgen Tracht
Tel.: +49 221 5957115, E-Mail: info@bvww.org
Kreuzer Yacht Club Deutschland e.V. (KYCD), Ansprechpartner: Bernhard Gierds
Tel.: +49 179 6780429, E-Mail: info@kycd.de
Vereinigung Deutscher Yacht-Charterunternehmen e.V. (VDC)
Ansprechpartnerin: Marion Köhnemann
Tel.: +49 40 37421332, E-Mail: koehnemann@vdc.de |
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6/2010 |
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"Entrümpelung" der Fragenkataloge zum SBF See und Binnen |
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Nachdem der Beschluss des Deutschen Bundestages die Führerscheinprüfungen neu zu struk-
turieren bereits einige Zeit zurück liegt - er basiert auf einem Antrag mit dem Titel "Attraktivität
des Wassertourismus und des Wassersports stärken" vom Mai 2007 und beinhaltete auch die
schon für 2009 angekündigte Reformierung der Führerscheinprüfungen - kommt jetzt wohl doch
noch Bewegung in die Sache.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat im Mai einen
Entwurf für die Überarbeitung der Fragenkataloge zu den Amtlichen Sportbootführerscheinen
Binnen und See vorgelegt und zur Diskussion gestellt hat.
Danach sollen im Seebereich die Anzahl der Fragen von rund 500 und im Binnenbereich von
362 auf jeweils 300 Fragen reduziert werden. Prüfungen werden zukünftig im Multiple-Choice-
Verfahren durchgeführt.
Das Vorhaben, die Führerscheinprüfungen zu reformieren wird von den meisten involvierten
Verbänden und Institutionen begrüßt. "Wir freuen uns, dass die vom Bundestag angeregten
Vereinfachungen nun in die Tat umgesetzt werden sollen. Die Wachstumsbranche Wasser-
tourismus wird davon mittelfristig erheblich profitieren", so der Geschäftsführer des Bundes-
verbandes Wassersportwirtschaft Jürgen Tracht.
Allerdings gehen die Vorschläge des Ministeriums einigen Verbänden (ADAC, Bundesverband
Wassersportwirtschaft, Kreuzer Yacht Club Deutschland, Vereinigung Deutscher Yacht-
Charterunternehmen) nicht weit genug.
Gewünscht wird vielmehr eine grundlegende Reform der Führerscheinstruktur. Die Verbände
wollen sich daher im weiteren Verlauf der Beratungen für eine weitgehende Zusammenlegung
der Prüfungsinhalte für die Sportbootführerscheine Binnen und See, die Integration des Sach-
kundenachweises für pyrotechnische Signalmittel sowie klare Vorgaben für die Ausbildung
einsetzen. Auf der Grundlage einer Basisprüfung sollen dann zusätzliche Prüfungsmodule zu
den Abschlüssen "Binnen unter Motor", "Binnen unter Segel" und "See" führen.
"Wir halten ein modular aufgebautes Ausbildungssystem für zukunftweisend. Auf der Grundlage
einer umfassenden und praxisgerechten Ausbildung soll der Prüfling die Qualifikation erwerben,
die er wünscht ohne bereits nachgewiesene Fähigkeiten in einer weiteren Prüfung erneut unter
Beweis stellen zu müssen." Diese Vorgehensweise verspricht nach Überzeugung von BVWW-
Präsident Robert Marx eine höhere Akzeptanz und erspart zudem doppelte und dreifache Prü-
fungsgebühren.
Ein gleich klingendes Statement zum Thema "Modulare Führerscheinprüfungen" wurde auch
vom Vertreter des ADAC anlässlich der Eröffnung der "hanseboot ancora boat show" abge-
geben.
Der KYCD hat sich in einem Interview mit der Zeitschrift "segeln" zu den aktuellen
Entwicklungen geäußert. |
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zum
Interview der Zeitschrift "segeln" (pdf) >> |
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